Klebstoff-Suchassistent

PE-Klebung

PE, PP und POM – schwierig zu klebende Kunststoffe

Diese genannten Kunststoffe finden vielfältige Einsatzbereiche. Wegen der vielen positiven Eigenschaften dieser Materialien überzeugen sie im täglichen Gebrauch. Konstruktive Gestaltungen oder eine Verwendung in Kombination zu anderen Werkstoffen erfordert häufig eine Verbindung dieser Kunststoffe. Hier zeigen sich oft Schwierigkeiten auf. Verbindungstechniken wie schrauben, stecken oder im Clipverfahren können entweder aus optischen Gründen oder im Rahmen der geplanten Funktionalität nicht realisiert werden. In diesen Fällen soll eine Klebtechnische Verbindung durchgeführt werden. Hier zeigen sich dann deutliche Probleme in der Realisierung.

Die genannten Werkstoffe lassen sich bedingt durch die niederenergetischen Oberflächenzustände schlecht kleben. Bei der industriellen Verarbeitung solcher Kunststoffe in großen Stückzahlen kann mittels verschiedener, technisch aufwändiger Vorbehandlungen eine klebfähige Oberflächenstruktur erreicht und dann geklebt werden.

Kleinserien oder Teile mit wechselnder Geometrie in den Klebflächen und bei einer handwerklichen Verarbeitung, erlauben keine Kosten intensiven Gerätschaften um Vorbehandlungen (z.B. Corona, Plasma u.a.) durchzuführen.

Ottozeus führt ein kleines Sortiment spezieller Klebstoffe um hier auch ohne Vorbehandlungsmethoden brauchbare, leistungsfähige Klebungen zu ermöglichen.

Kleinste Teile oder Flächen
lassen sich mit dem Klebstoff technicoll 9554 auf Basis Cyanacrylat und mit dazu abgestimmten Primer technicoll 9605-1 gut kleben.

 

Technische Teile
mit Klebflächen geringer Größe, nur wenige cm² oder nur kurze Klebestrecken aufweisen, lassen sich gut mit neuentwickelten Zweikomponenten Klebstoffen auf Basis Acrylat  durchführen. Die angebotenen Klebstoffe technicoll 9410-1 oder Scotch Weld DP 8005 zeigen sehr hohe Festigkeitswerte und gute Beständigkeit gegen Feuchte und breite Temperaturbereiche. Die Belastungsfähigkeit durch mechanische Einwirkungen unter Nutzungsbedingungen müssen individuell beurteilt werden.

 

Klebungen kleinerer Teile, bzw. kleiner Flächen
bei denen eine rasche Anfangsfestigkeit benötigt wird (z. B. wegen einer weiteren Verarbeitung, unzureichende Kapazitäten für Zwischenlagerungen usw.) können sehr gut mit einem besonders entwickelten Schmelzklebstoff technicoll 9310 ausgeführt werden. Da Schmelzklebstoffe systemtypische Einsatzgrenzen, wie hohe oder niedrige Temperaturen aufzeigen, müssen diese Eingrenzungen beim Einsatz berücksichtigt werden.

 

Flächenkaschierungen
in größeren Formaten, z.B. als Plattenware miteinander oder in Kombination zu anderen Materialien (wie div. Kunststoffe, Holzwerkstoffe, lackierte oder beschichtete Oberflächen, Metalle, Textilien, glatten Beton und glattem Mauerwerk u.a.) kommt der neuartige Kontaktklebstoff technicoll 9110 zum Einsatz. Die Verarbeitung dieses Kontaktklebstoffes erfordert, dass beide Klebflächen beschichtet werden und nahezu keine Spalten bilden, d.h. flächenbündig sind. Nach einer kurzen Trocknungsphase/Ablüftezeit lassen sich die beiden Materialien fügen und erreichen eine sofortige Anfangsfestigkeit. Diese Eigenschaft macht das Produkt für sog. Montagearbeiten an senkrechten Flächen sehr interessant. (Hinweis: Folien können wegen deren ausgeprägten Schälverhalten nicht brauchbar verklebt werden.)

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